Frisch, lecker, WholeVood! Aus Liebe zum Leben.

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Warum Junk Food keine nachhaltige Lösung ist zum Wohl von Mensch und Tier.

Wirklich tragfähig sind Entscheidungen, die wir aus Liebe zum Leben treffen. Tiere können nicht selbst für ihr Wohlergehen in unserer modernen Welt kämpfen, sie brauchen unsere andauernde kraftvolle Unterstützung. Schon deshalb verzichte ich sehr weitgehend auf Junk Food1, die mich nur fett, schwach und krank macht. Vegan, gesund, und lecker sind zum Glück keine Gegensätze, und WholeVood2 ist das beste Beispiel für wirklich nachhaltige Ernährung. Aus Liebe zum Leben.

Ich will mit dieser Seite niemandem den Spaß verderben, der abends mit seiner Clique unterwegs ist und die vegane Variante der Curry Wurst am Imbiss-Stand bestellt. Immerhin ist das ein Zeichen im Sinn von “ich will nicht, dass Tiere getötet werden”. Die Wahrheit ist aber leider auch, dass, selbst wenn sehr viele so handeln würden, deswegen heute kein Tier weniger geschlachtet wird. Was die Deutschen nicht selbst essen, geht in den Fleisch-Export. (Off-topic: Wenn du das ändern willst, dann bleibt dir nur, neben deiner veganen Ernährung, die Suche nach einem geeigneten politischen Engagement. Ich selbst bin in die ‘V-Partei hoch drei3’ eingetreten. Auf unserer Agraragenda steht die Abschaffung der Massentierhaltung. Das wird dann auch den Export beenden.) Ich persönlich vertrete den Standpunkt, dass vegane Fleisch- und Käseersatzprodukte zur Junk Food1 zählen und uns nicht weiter führen, WholeVood2 aber sehr wohl.

Fleischalternativen seien meist viel besser als ihr Ruf, wird aktuell durch eine von der Albert Schweitzer Stiftung in Auftrag gegebenen Studie “Fleischalternativen im Test4” verkündet. Nach meiner Meinung sind sie so (un-) wichtig wie Nikotinkaugummis für die Raucherentwöhnung. Für ein paar Tage oder Gelegenheiten mögen sie nützlich sein, aber zu den vollwertigen Lebensmitteln zähle ich sie nicht:

  • Der Eiweißanteil ist meist höher als bei dem Originalprodukt aus Fleisch. Das bewerte ich negativ: Die Eiweißmast durch die übliche Ernährung in der westlichen Welt macht krank. Dr. Colin T. Campbell empfiehlt in der China Study5 einen Protein-Anteil von nur 8% der aufgenommenen Kalorien, ab 12% steigt die Krebs-Gefahr dramatisch, die Deutschen essen aber 14% (Quelle: Nationale Verzehrstudie6 ).
  • Der Fett-Gehalt liegt im mittleren Bereich mit gelber Ampelkennzeichnung, wünschenswert wäre grün. Mir ist allerdings die Fettqualität viel wichtiger als die Fettmenge. Nach meiner Kenntnis sind preiswerte raffinierte Öle üblich, teilweise auch gehärtet. In der eigenen Küche verwende ich ausschließlich kaltgepresste Bio-Öle.
  • Der Salz-Zusatz ist bei fast allen Produkten der Studie zu hoch, wie die rote Ampel-Kennzeichnung zeigt. Das sagt die Studie, meint also zu hoch nach allgemeiner Ansicht. Ich persönlich halte die Salz-Konzentration dieser Produkte für etwa 4-fach überhöht. Über Salz schreibe ich noch einen eigenen Beitrag.
  • Der hohe Grad an industrieller Fertigung macht diese Produkte weniger wertvoll als Eiweißlieferanten aus der eigenen Küche, wie z. B. Sprossen aus Mung-Bohnen, Brotaufstriche aus gekochten Hülsenfrüchten, oder handwerklich fermentiertes Soja-Tempeh.

Veganer degradieren Fleisch gern zum reinen Geschmacksträger, der erst nach Zufügen von Gewürzen genießbar würde. Aus guten Gründen will ich in meinem Leben nie wieder Fleisch verzehren, aber deshalb muss ich doch nicht verleugnen, dass ein Rindvieh, welches sein Leben lang artgerecht weiden konnte, einen ganzen Strauß von wertvollen Bestandteilen in seiner Muskulatur mit sich herumträgt. Neben den hochwertigen Proteinen sind das z. B. Omega3 Fettsäuren, die Vitamine B1, B2, B12, K, Niacin, sowie Eisen, Zink, Selen, und zahllose Substanzen, von denen unsere Wissenschaft heute noch keinen Schimmer hat. Seitan, das Gluten-Extrakt aus hochvermahlenem und damit bereits minderwertigem Weißmehl, ist kein Lieferant für diese Substanzen. Wer Fleisch ersetzen und dabei gut ernährt bleiben will, der benötigt andere vollwertige Lebensmittel, kurz: WholeVood2.

Durch meine Ernährungsumstellung, und speziell durch die Konzentration auf frische und vollwertige WholeVood2, hat sich auch mein Geschmack verändert. Die Hersteller von Fleisch- und Käseersatzprodukten verwenden Salz und Aromastoffe um den gewohnten Geschmack bei den Imitaten zu erzielen. Die Zeit wird kommen, wo du diesen Geschmack ablehnen wirst. Lass es mich mit den Erfahrungen von Ex-Rauchern vergleichen: Natürlich hat man gute Erinnerungen an einzelne Zigaretten, die wirklich geschmeckt haben. Dann kam die Zeit mit dem Rauchen aufzuhören, und es brauchte eigentlich nur einen klaren Entschluss. Früher als erwartet spielte dann Tabak einfach keine Rolle mehr. Mein Tipp zur Ernährungsumstellung wenn es schnell gehen soll: Wähle für ein paar Wochen 100% WholeVood2, und meide Junk Food1, weil sie dich in alten Geschmacksmustern festhält. Schon nach einigen Wochen wird es dir an nichts mehr fehlen, und du wirst erstaunt sein, wie bereichernd WholeVood2 ist. Du willst dir lieber Zeit lassen? Dann lies: Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.

Danke für deine Aufmerksamkeit,
und bitte bleibe gesund.

Detlev.

(Version 1.3)

1Junk Foodhier verwendet als Synonym für hochverarbeitete Industrieprodukte, die arm sind an natürlichen Vitaminen und Mineralstoffen, dafür überreich an minderwertigen Fetten, an Zucker, und an einem etwa 4-fach überhöhten Salzgehalt.
2WholeVood100% pflanzenbasierte Vollwertkost
Vegan wholefood ['viːɡ(ə)n] ['həʊlfuːd]  
Das nenne ich WholeVood
3V-Partei hoch dreiDie V-Partei³ ist eine junge Partei, die zu ihrer ersten Bundestagswahl 2017 bereits in 12 Bundesländern auf dem Wahlzettel stand und 65.000 Zweitstimmen erhalten hat. Auf ihrer Agraragenda 2030 steht z. B. der Ausstieg aus der Massentierhaltung.
Vereint Visionen Verwirklichen https://v-partei.de/ https://www.facebook.com/VPartei/
4Fleischalternativen im TestAktuelle Studie der Albert Schweitzer Stiftung Fleischalternativen im Test
5China Study

China Study, Dr. T. Colin Campbell, Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise, verlag systemische medizin, 2. Auflage 2011.

The China Study, T. Colin Campbell, PhD and Thomas M. Campbell II, MD, First Bella Books Paperback Edition 2006.

China Study
6Nationale VerzehrstudieNationale Verzehrstudie II

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